Der Sozialismus – Der Untote des 21. Jahrhunderts (China 1978–2017).

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Über Wirken und Werden der Leute, die 4 Jahrzehnte lang in China den kapitalistischen Weg gehen konnten

Aus dem Vorwort:

1989/90 läuteten weltweit die Todesglocken. Die DDR war gekapert, die UdSSR versenkt, die Volksdemokratien gestrandet, Hoffnung breitete sich allseits aus, das Ende der Geschichte war verkündet, nur in China, und in ein paar wenigen kleinen Flecken der Erde, wehten die Fahnen, die Roten, weiter, mit Hammer und Sichel, oder ohne. Fahnen wehen auf einem sinkenden Schiff nur so lange, bis das Schiff endlich gesunken ist. Auch in China gab es zum gleichen Zeitpunkt schwere Erschütterungen. Es wurde gehofft auf einen baldigen Untergang auch Chinas – Mao Zedong hatte schließlich 1966 die kapitalistische Welt höchstpersönlich beruhigt:  „Der Machtantritt des Revisionismus ist der Machtantritt der Bourgeoisie“. Es gab also Hoffnung für die Weltbourgeoisie.

12 Jahre später, im Jahr 1978, schien die Hoffnung schon erfüllt, genauer auf dem 3. Plenum des 11. ZK der KP China im Dezember des Jahres, da war es dann in China soweit. Es ist dies das Datum, an dem in diesem Land nach drei Jahrzehnten Aufbau des Sozialismus diese Revisionisten die Macht übernahmen, die Mao Zedong gebrandmarkt hatte als diejenigen, die den kapitalistischen Weg gehen wollen – nach mehreren gescheiterten Versuchen zuvor. Diese Leute wollten nichts mehr von Klassenkampf hören, das störe nur, sie sahen die einzige Lösung der Probleme in China in der unbeschränkten Entwicklung der Produktivkräfte. Die Frage Wer – Wen? im Sozialismus war vorläufig entschieden.

Wieder 12 Jahre später, 1989/90, da waren sie dann in China, bis auf wenige kleinere Flecken der Erde, allein mit ihren roten Fahnen. Die Weltbourgeoisie hofft bis heute, bisher vergeblich, daß auch diese Fahnen endlich im Meereswogen untergehen und endgültig verschwinden mögen, hatte sie sich doch den Machtantritt der Bourgeoisie in China eigentlich etwas anders vorgestellt.  

Vier Jahrzehnte konnten seither diese Leute in China fast widerstandslos ihre Ideen, Vorstellungen, Interessen verfolgen und verwirklichen. Zeit genug, um zu versuchen, über ihr Wirken und Werden ein Resümee, eine erste Bilanz zu ziehen. […]

Es kann hier nur versucht werden, auf einige wenige Grundzüge in ihrer fast vier Jahrzehnte langen Geschichte näher einzugehen:

·           eine kurze Rückschau auf historische Stationen und Wendepunkte seit dem Machtantritt der Neuen Bourgeoisie bis zum 19. Parteitag der KP China 2017,

·           ein paar Gedanken darüber, was denn das Neue an dieser Neuen Bourgeoisie ist,

·           eine kurze Darstellung der ideologischen Grundlagen dieser neuen Klasse in China, ob sie noch in der Lage ist der Ideologie der Weltbourgeoisie neue Impulse zu verleihen,

·           ein paar Ausführungen über ihren Platz in der Geschichte zwischen Sozialismus und Kapitalismus, ihre Stellung im imperialistischen Weltsystem, ihre Zukunft.

 

Inhaltsverzeichnis:

Vier Jahrzehnte ihrer Vergangenheit – eine kurze Geschichte

I. Phase: 20. Jahrhundert, 80er Jahre – Aufstieg und Fall der Leute, die von nichts eine Ahnung haben

II. Phase: 20. Jahrhundert, 90er Jahre – Zwei Katastrophen weisen ihnen den Weg

III. Phase: 21. Jahrhundert, 1. Jahrzehnt – Mit dem ‚Kapitalistischen Manifest‘ auf Aufholjagd

IV. Phase: 21. Jahrhundert, 2. Jahrzehnt bis Mitte 20er Jahre – Die Erbauer einer neuen alten Gesellschaft

V. Phase: Bis zum Jahre 2049 – dem 100. Jahrestag der Gründung der VR China

1. Eine Neue Bourgeoisie – die der 2. Generation

2. Zur Ideologie der Neuen Bourgeoisie

3. Zu einigen Aspekten der Organisation der Klasse

3.1 Warum kein bürgerliches Parlament? – Zum Staatsapparat

3.2 Vom Eigentum, von den Nationalen Teams und von der einzigen Hoffnung

4. Ist China ein imperialistisches Land?

5. Zur Zukunft der Neuen chinesischen Bourgeoisie

 

 

Autor: Arbeiterbund für den Wiederaufbau der KPD

Seiten: 68

 

€4.50

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