Der Bayerische Aufstand 1705. Sendlinger Mordweihnacht

Der Bayerische Aufstand 1705. Sendlinger Mordweihnacht Bild

Ein Volksstück in vier Akten

München im Jahre 1705: Europa leidet unter den spanischen Erbfolgekriegen, Bayern ist von den Habsburgern besetzt und in Niederbayern hat gerade der Aufstand der Bauern begonnen. In dieser Situation lässt August Kühn sein Volksstück „Der Bayerische Aufstand 1705 - Sendlinger Mordweihnacht" spielen. Seine Figuren treten hauptsächlich in Wirtschaften auf und spiegeln die Hauptprotagonisten des Aufstands wider, der im Abschlachten von 3.000 Aufständischen in Sendling endete.
Wem nützt der Krieg? Was hat der Krieg mit dem Leid des Volkes zu tun? Was hat der Krieg mit den Interessen der Kapitalbesitzer, speziell der Waffenhändler zu tun? Warum braucht es den Aufstand, um den Krieg zu beenden? - All diese Fragen, die auch heute so aktuell sind wie 1705 und auch wie 1992, als dieses Stück verfasst wurde, werden darin behandelt. Bei Durchsicht dieses Werks wird der geneigte Leser feststellen, dass auch die Flüchtlingsdebatte und selbst der Skandal um das G36 keine neuen Themen sind.
Ein Buch gegen Kriege, die immer vom Volk bezahlt werden und nur den Reichen nützen; über
die Notwendigkeit, sich zusammenzuschließen, wenn die Herrschenden zu den Waffen rufen,
und die Gewehre umzudrehen; über eine Vergangenheit, die brandaktuell ist, und die Ahnung
einer Zukunft, in der die Werktätigen aus Stadt und Land ihre Ordnung errichten.

 

„... Die ersten natürlichen Gegenreaktionen waren Volksaufstände gegen die Belastungen, die
von der Hochrüstung und den nicht mehr abgedankten Armeen hervorgerufen wurden. Als ein
solcher ist der Bayerische Aufstand von 1705 anzusehen und das Volksstück von mir ein Versuch,
sie zu isolieren und nutzbar zu machen für die heutige späte Gegenwart und noch spätere
Zukunft. Der Mensch soll nicht glauben, sondern sich um Wissen bemühen, denke ich ... Krieg,
Vater aller Dinge; Hochrüstung, Motor des Erfindergeistes, der Vollbeschäftigung und der
industriellen Wirtschaft - haben solche Sprüche jemals gestimmt? ... Stehende Heere in
Friedenszeiten zu unterhalten ist inzwischen weltweit die Praxis. Auch, dass diese Heere mit
immer neueren Techniken aus- und hochgerüstet werden. Derzeit erleben wir, wie diese
Hochrüstungen nicht zur Bewahrung des Friedens verwendet, sondern zu immer neuen Kriegen
eingesetzt werden. Vielleicht findet sich das Volk gegen solche Belastung auch einmal weltweit
zusammen, wie 1705 in Bayern - und dann erfolgreich? Dann nämlich, wenn die beim Aufstand
1705 gemachten Fehler vermieden werden." August Kühn (aus dem Vorwort zum Buch)

 

2015, 120 Seiten, 14,5x20cm, Softcover

 

Leseprobe

 

 

 

August Kühn, alias Helmut Münch, am 25. September 1936 in München geboren, durchlief zahlreiche gewöhnliche und ungewöhnliche Stationen eines Arbeiterlebens: 1939 Exil in der Schweiz wegen der jüdischen Abstammung seines Vaters, 1945 Rückkehr nach München, Realschulabschluss und Lehre, nach einigen Jahren Berufstätigkeit Wechsel in eine Münchner Boulevardzeitung als Volontär, Auswanderung nach Israel, Rückkehr nach München, Lohnarbeit in einer Speiseeisfirma, Entlassung wegen seines Eintretens für die Betriebsratsgründung, weitere Anstellungen, schließlich Erwerbslosigkeit. Verheiratet und sechs Kinder.
Während der Erwerbslosigkeit beginnt er Bücher zu schreiben, nicht wenige über München und seine Geschichte. Er stirbt mit 59 Jahren am 9. Februar 1996 in Hinterwössen.

 

„Da ist einer, der erzählt ohne doppelten Boden, der braucht für sein Erzählen nur einen Beweis: dass es so war, wie er es weiß."
Franz Xaver Kroetz über August Kühn

 

 

Autor: August Kühn

ISBN 13: 978-3-922431-92-3

 

€10.00

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